Millionen beteiligen sich an weltweiten Protesten gegen israelischen Völkermord in Gaza

In den letzten zwei Wochen haben sich Dutzende Millionen Menschen auf der ganzen Welt an Massendemonstrationen, Protestveranstaltungen und Protestmärschen gegen den israelischen Völkermord am palästinensischen Volk im Gazastreifen beteiligt, der von den USA und den Nato-Mächten unterstützt wird.

Der internationale Massencharakter der Proteste ist ein Ausdruck des umfassenden Mitgefühls von Arbeitern und Jugendlichen auf der ganzen Welt für das palästinensische Volk.

Millionen von Arbeitern und Jugendlichen aller Religionen und ethnischen Zugehörigkeiten sind entsetzt und empört über die Terror-Bombenkampagne der Israelischen Verteidigungskräfte (IDF). Die IDF bereiten, mit Unterstützung durch die Biden-Regierung und alle imperialistischen Mächte, wie allgemein erwartet wird, eine Bodenoffensive vor, die weitere tausende Menschenleben fordern wird.

Bis Samstagmorgen wurden laut dem Gesundheitsministerium in Gaza seit dem 7. Oktober mehr als 4.100 Menschen getötet, darunter 1.600 Kinder. Fast 13.000 Menschen wurden verletzt, darunter 3.983 Kinder und 3.300 Frauen.

Die kapitalistischen Medien haben die Proteste weitgehend ignoriert oder versucht, sie herunterzuspielen, weil sie angeblich nur in einigen wenigen Ländern mit großen muslimischen Bevölkerungsanteilen stattfinden. In Wirklichkeit kommt es jedoch auf allen Kontinenten außer der Antarktis fast täglich in hunderten Städten zu Protesten.

Im südkoreanischen Seoul versammelten sich am Freitag erneut, wie schon seit über einer Woche, tausende Demonstranten und skandierten auf Koreanisch und Englisch „Free, free Palestine“.

Eine Gruppe von Unterstützern der Palästinenser bei einer Kundgebung im südkoreanischen Seoul am 20. Oktober, auf der Israel aufgerufen wird, seine Angriffe auf den Gazastreifen einzustellen [AP Photo/Ahn Young-joon]
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In der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur versammelten sich mehr als 1.000 Demonstranten und forderten ein Ende der israelischen Kriegsverbrechen. Sie zogen zur amerikanischen Botschaft und riefen „Free Palestine“ und „Down with Israel“. Vor der Botschaft verurteilten sie Bidens Unterstützung für das Netanjahu-Regime, ohne die die IDF ihre ethnische Säuberungskampagne nicht durchführen könnte.

In den USA gingen die Proteste weiter, darunter auch unter Schülern und Studenten. Am Freitag verließen in Dearborn (Michigan), der Stadt mit dem größten Pro-Kopf-Anteil von Muslimen in den USA, hunderte Schüler und Studenten den Unterricht, um gegen den Krieg zu protestieren.

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Laut Niraj Warikoo, Reporter bei der Detroit Free Press, kam es letzte Woche an allen drei High Schools in Dearborn zu Bildungsstreiks zur Unterstützung der Palästinenser, an denen sich am Freitag an der Dearborn und Edsel Ford High School „Hunderte“ beteiligten, und am Donnerstag an der Fordson High School. Auch an der Crestwood High in Dearborn Heights fand ein Bildungsstreik statt.

Am Mittwoch verließen in der Bay Area in Kalifornien etwa 1.500 Schüler den Unterricht, um für die Palästinenser zu demonstrieren.

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In San Francisco, Oakland, und den umliegenden Vororten fanden an Dutzenden von Schulen von den Schülern organisierte Bildungsstreiks statt.

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In New York City demonstrierten am Freitag Tausende und riefen „Hey hey, ho ho, die Besatzung muss weg.“ Viele trugen Plakate, auf denen sie Präsident Joe Biden des Völkermords an den Palästinensern anklagten.

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Eine wichtige Demonstration von Tausenden fand am Freitag in Ägypten auf dem Tahrir-Platz in Kairo im Angesicht der Diktatur von El-Sisi statt. Die Teilnehmer verurteilten nicht nur die zionistische Regierung Israels, sondern auch den Versuch des früheren Generals und heutigen Diktators El-Sisi, die Massenbewegung vor den Karren seiner Regierung zu spannen.

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Im Vorfeld der Demonstrationen hatten regierungsfreundliche Medien Informationen über öffentliche Bereiche verbreitet, in denen ansonsten illegale Proteste erlaubt sein würden. Der Tahrir-Platz, auf dem es im Jahr 2011 zu massiven Protesten gekommen war, die zum Sturz der Diktatur von Hosni Mubarak führten, gehörte nicht zu den „genehmigten“ Protestplätzen.

France24 berichtete, die Menge hätte skandiert: „Wir sind nicht hier, um irgendwem ein neues Mandat zu erteilen. Das ist eine echte Demonstration.“

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Im indonesischen Jakarta zogen weit über tausend Demonstranten aus verschiedenen Moscheen zur militarisierten US-Botschaft, wo sie die Unterstützung der USA für die israelischen Kriegsverbrechen verurteilten. Laut AP kam es auch vor der Mission der Vereinten Nationen, einige Kilometer von der Botschaft entfernt, zu Protesten. Die Demonstranten schwangen die rot-grün-schwarze Flagge Palästinas und skandierten „Rettet die Palästinenser“.

Tausende protestieren am 20. Oktober 2023 in Sanaa, Jemen [Photo: QudsNewsNetwork]

Im gesamten Nahen Osten fanden ebenfalls große Proteste mit hunderttausenden Teilnehmern statt, u.a. in Doha (Katar), Driaz (Bahrain) und Sanaa (Jemen).

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In Ankara (Türkei), wo die Regierung nach dem vorsätzlichen Bombenangriff der IDF auf das al-Ahli-Arab-Krankenhaus eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen hat, strömten tausende Demonstranten auf die Straßen und forderten ein Ende des Völkermords. Am Donnerstag zog Israel aus Sicherheitsgründen seine Diplomaten aus der Türkei ab.

In Tunesien wiesen am Freitag tausende Menschen vor der amerikanischen Botschaft in Tunis die Lügen zurück, mit denen die USA und Israel das Massaker rechtfertigten. Sie trugen Schilder, die an die Lügen erinnerten, mit denen die USA die Invasionen im Irak, Afghanistan, Syrien und Libyen gerechtfertigt hatten, und riefen: „Keiner von uns ist frei, solange Palästina es nicht ist.“

Tunesier demonstrieren am 20. Oktober 2023 bei einer Kundgebung vor der amerikanischen Botschaft in den Berges du Lac, außerhalb von Tunis, in Solidarität mit den Palästinensern im Gazastreifen [AP Photo/Hassene Dridi]

Seit dem Angriff der IDF auf den Gazastreifen wurden von Al-Jazeera Proteste zur Unterstützung der Palästinenser dokumentiert: in Adelaide (Australien), Algier (Algerien), Amman (Jordanien), Athen (Griechenland),

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Auckland (Neuseeland), Bagdad (Irak),

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Barcelona (Spanien), Beirut (Libanon), Berlin (Deutschland), Brasilia (Brasilien), Calgary (Kanada), Kapstadt (Südafrika), Damaskus (Syrien),

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Dublin (Irland), Genf (Schweiz), Glasgow (Schottland), Islamabad (Pakistan), Kargil und Mumbai (Indien), London (England), Manama (Bahrain), Mexiko City (Mexiko), Paris (Frankreich), Rom (Italien), Teheran (Iran), Den Haag (Niederlande) und Tokio (Japan) sowie in Dutzenden weiteren Städten.

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Am vergangenen Wochenende fanden viele weitere Massendemonstrationen und Protestveranstaltungen in Nordamerika, Europa, Asien, Afrika und dem Nahen Osten statt. Eine der größten Proteste mit 300.000 Teilnehmern war in London. Auch in Deutschland gingen trotz Protestverboten und dem massiven Auftreten der Polizei Zehntausende auf die Straßen.

Demonstration in Solidarität mit den Palästinensern am 21.10.2023 in Düsseldorf
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